Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Schöpfungsbeauftragte der EKD, und Dr. Oliver Foltin von der FEST stellten im Rahmen der EKD-Synode in Dresden die Entwicklungen beim Klimaschutz im Raum der EKD vor. Die Schöpfungsbeauftragte betonte, dass die Hoffnung auf Fortschritte beim weltweiten Klimaschutz auf wackligen Beinen stehe. Umso dankbarer sei sie über all das kompetente und ausdauernde Engagement für den Klimaschutz in den Landeskirchen, was die Glaubwürdigkeit der Kirchen stärke. "Klimaschutz darf nicht beim eigenen Kirchturm enden, was wir hier tun, wirkt weltweit", so die Landesbischöfin in ihrer Ansprache und erinnerte an die Weckrufe von Partnerkirchen aus dem globalen Süden. Wer von Klimaschutz rede, müsse auch handeln.
Dr. Oliver Foltin fasste die Ergebnisse des ersten datenbasierten Klimaschutzberichts der EKD zusammen. Der Bericht zeige die Fortschritte auf, weise aber auch auf die Herausforderungen hin, vor denen die Landeskirchen bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzgesetze und -konzepte stehen. 13 von 20 Gliedkirchen der EKD haben bis 2025 ein Klimaschutzgesetz verabschiedet. Der Bericht mache die Unterschiede zwischen den Landeskirchen und die Lücken in der Umsetzung vor allem im Umgang mit dem Gebäudebestand deutlich. Die Mehrzahl der Landeskirchen verfüge noch nicht über ein Konzept, wie die Treibhausgasneutralität im Gebäudebestand erreicht werden könne. Ein großes Problem stelle der hohe Prozentsatz fossiler Wärmeversorgung in kirchlichen Gebäuden dar. Große Fortschritte gäbe es aber bei der Datenerfassung. 17 Gliedkirchen würden systematisch die Energieverbräuche in Gebäuden erfassen. Im Bereich der Mobilität stellt sich die Situation hingegen anders dar. Erst die Hälfte der Landeskirchen erhebt systematisch die Daten zur Mobilität. Dr. Foltin empfiehlt der EKD und ihren Gliedkirchen, die Datengrundlage weiter zu verbessern, Maßnahmen im Gebäudebereich zu intensivieren und Klimaschutzziele und -aktivitäten weiter zu bekräftigen.
