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Weltkirche:Manifest der Kirchen im Globalen Süden veröffentlicht

Katholische Bischöfe aus Afrika, Asien und Latein Amerika rufen Regierungen zur Energiewende auf und fordern „Fossil Fuel Treaty“
Title Page Manifesto for our common home

Bereits im Vorfeld der COP30 in Belém richteten sich die Kirchen im Globalen Süden in einem dringenden Appell an Verantwortungsträger in Politik und Wirtschaft. Nun folgt ein "Manifest", das klare politische Forderungen ausspricht: Die Regierungen der Welt sollen die Förderung von fossilen Energien stoppen und eine "just transition" anstreben, also eine faire und inklusive Transformation hin zu erneuerbaren Energien. Dies sei ein "moralischer und politischer Imperativ". 

Mit Sorge beobachten die Signaturen, dass Energiesicherheit Vorrang über das Völkerrecht, Selbstbestimmung und Zusammenarbeit der Völker, und unsere Verantwortung für die Schöpfung gewinnt. Daher benötige es einen "Fossil Fuel Treaty", der das Pariser Abkommen komplementiert. 

Außerdem fordert das Manifest den Ausstieg aus den fossilen Energien als konkrete Ziele in den nächsten Nationally Determined Contributions (NDCs) zu verankern, sowie die Rechte und die Beteiligung von Indigenen und Umweltschützer:innen zu garantieren.

Unterschrieben ist das Dokument, ebenso wie der Appell aus dem vergangenen Jahr, von Kardinal Jaime Spengler aus Brasilien, Vorsitzender der CELAM; Kardinal Filipe Neri Ferrao aus Indien, Vorsitzender der FABC; und Kardinal Fridolin Ambongo Besungu aus der Demokratischen Republik Kongo, Vorsitzender der SECAM.
Kardinal Ladislav Nemet (Vize-Präsident der CCEE) und Msgr. Ryan Pagante Jiménez (Vize-Präsident der FCBCO) sind Mitunterzeichner. 

Das Schreiben reiht sich ein in die Aktivitäten der Weltkirche, die die Weltklimakonferenzen begleiten und die erstmals ausgerichtete "Transitioning Away from Fossil Fuels"-Konferenz in Santa Marta, Kolumbien, vom 24.-29. April unterstützen.