Ökotheologie:Agrartheologie: Warum die theologische Ausbildung dieses neue Lernfeld braucht

Die Landwirtschaft bildet die materielle Grundlage menschlicher Existenz und fungiert im Alltag als ein
zentrales Vermittlungsfeld zwischen Menschheit, Erde und der übrigen Schöpfung. Zugleich steht sie im
Fokus gegenwärtiger ökologischer und sozialer Transformationsprozesse.
In der theologischen Reflexion wurde sie jedoch bislang kaum als eigener locus theologicus wahrgenommen.
Genau hier setzt die Agrartheologie an: als programmatischer Versuch, diese theologische Leerstelle bewusst zu benennen und zu füllen. Sie untersucht, inwiefern und auf welche Weise landwirtschaftliche Praktiken zu einem integralen Bestandteil theologischer Reflexion und theologischer Bildung werden können.
Die Tagung versteht sich als theologischer Think Tank und eröffnet einen interdisziplinären sowie interkulturellen Diskursraum. Perspektiven aus Globalem Süden und Globalem Norden treten in einen dialogischen Austausch, um die Agrartheologie kontextuell zu vertiefen.
Eingeladen sind Theologinnen und Theologen, kirchliche Führungskräfte, Studierende, Agrarwissenschaftlerinnen und Agrarwissenschaftler sowie weitere Interessierte. Gemeinsam wollen wir das Profil der Agrartheologie schärfen, ihre institutionelle Verankerung ausloten und Wege zu einer ökologisch sensiblen theologischen Bildung diskutieren.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, an diesem lernenden und inspirierenden Prozess teilzunehmen.
Tagungssprachen: Deutsch und Englisch.