„Wer festhält, verarmt. Wer loslässt, empfängt.“ Das Netzwerk EINE ERDE ruft in der diesjährigen Schöpfungszeit vom 1. September bis zum 4. Oktober dazu auf, mehr GROSSZÜGIGKEIT zu wagen – etwa durch Teilen, Loslassen, Einsparen und Maßhalten. Prominente Unterstützung erhält das Netzwerk in diesem Jahr von 7 Schöpfungszeit-BotschafterInnen, darunter Klimafolgenforscher Wolfgang Lucht, der den Blick besonders auf den Ressourcenverbrauch richtet:
"Genügsamkeit ist ein Geschenk: denn Sie bringt geistige Klarheit. Als Wissenschaftler, der das Erdsystem erforscht, weiß ich: wenn wir Suffizienz nicht leben, werden wir die planetaren Grenzen nicht einhalten. Als Kind Europas weiß ich: wenn wir Suffizienz nicht mitdenken, werden wir Teilhabe nicht gerechter gestalten können. Und als Christ sage ich: Gott hat uns mit seinem Bund zugetraut, dass wir die Schöpfung nicht still sterben lassen, sondern wirksam für sie sprechen."
Kalender Schöpfungszeit erscheint
Ziel der Schöpfungszeit ist es, weltweit zum Schutz und der Bewahrung unserer Mitschöpfung und Mitgeschöpfe aufzurufen. Zu diesem Zweck gibt EINE ERDE seit sechs Jahren einen begleitenden Wandkalender heraus, der heute erscheint. Der Kalender enthält neben großformatigen Bildern viele Beispiele, hilfreiche Anregungen und wissenschaftliche Impulse. So zum Beispiel die neurobiologische Erkenntnis, dass Großzügigkeit genetisch in uns angelegt ist und uns glücklich macht. Folgen wir doch dieser „leisen biologischen Einladung zum Teilen“, meint Redaktionsleiterin Constanze Latussek bei der Vorstellung des diesjährigen Kalenders.
BotschafterInnen-Programm: Schöpfungszeit wie Ostern oder Weihnachten!?
„Unsere Vision ist es, dass viele viele Menschen in allen Ecken und Enden Deutschlands von der Schöpfungszeit erfahren und sie feiern“, betont Latussek im Namen von EINE ERDE „Was, wenn wir künftig neben Ostern oder Weihnachten in jedem Jahr ganz groß die Schöpfungszeit feiern würden? Wenn Eltern, Kinder, Groß und Klein, Gemeinden in der Stadt und auf dem Land auf den September hin
fiebern, um die Schöpfung zu feiern und zu bewahren?“ Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Schöpfungszeit in diesem Jahr erstmals von Botschafterinnen und Botschaftern unterstützt: Prominente und glaubwürdige Stimmen für Glauben, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Wirkung. Engagierte Persönlichkeiten aus Kirche, Kultur, Politik und Gesellschaft machen die Botschaft von Schöpfungsverantwortung, Hoffnung und Zusammenhalt in ihrem Wirkungskreis sichtbar.
