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Schöpfungsverantwortung:Zusammenhalt schafft Zukunft: Westfälischer Schöpfungspreis 2026 verliehen

Preisverleihung macht vielfältiges Engagement deutlich
Preisträger Schöpfungspreis Westfalen

Knapp 60 Stühle reichten nicht aus – für die Verleihung des Westfälischen Schöpfungspreises 2026 musste zusätzlicher Platz geschaffen werden. So wurde schon zu Beginn sichtbar, wie groß das Interesse an kirchlichem Engagement für Klimaschutz, Biodiversität und Schöpfungsverantwortung ist. Die Konferenz der Umweltbeauftragten (KUB) in der EKvW verlieh den Preis in diesem Jahr unter dem Motto „Zusammenhalt schafft Zukunft“.

18 Projekte, viele Ideen und ein starkes Zeichen: Die eingereichten Initiativen zeigten, wie vielfältig Schöpfungsverantwortung in Kirchengemeinden, Kitas, Schulen, Friedhöfen, Jugendkirchen und zivilgesellschaftlichen Kooperationen gelebt wird. Die Preisverleihung wurde so zu einem fröhlichen und vielfältigen Schöpfungsfest.

Zugleich hatte der Nachmittag auch sehr eindrückliche, nachdenkliche Seiten. Die „Klimamonologe“ des Wort-und-Herzschlag-Theaters stellten das Engagement in den weltweiten Horizont von Klimagerechtigkeit. Das dokumentarische Theaterprojekt bringt Interviews mit Menschen, die die Folgen der Klimakrise unmittelbar erleben, wortgetreu auf die Bühne. So wurden persönliche Erfahrungen hörbar, die bewegten und nachwirkten.

Der 1. Preis ging an das Friedhofsteam Haspe. Es hat einen kirchlichen Friedhof als Ort der Biodiversität, Erinnerungskultur und Begegnung neu profiliert. Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Lebenswelten übernehmen dort gemeinsam Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung.

Mit dem 2. Preis wurde das Familienzentrum Schatzinsel ausgezeichnet. Dort wird Schöpfungsverantwortung als gelebter Kita-Alltag erfahrbar. Kinder erleben durch Naturbegegnung, Fairschenken, Teilen, Gestalten und spirituelle Impulse, dass sie selbst dazu beitragen können, die Welt heller zu machen.

Der 3. Preis ging an den AK Kirche & Klima Soest. Der Hoffnungsort „Schöpfungszeit“ machte über fünf Wochen hinweg öffentlich sichtbar, wie zahlreiche Gruppen, Kirchengemeinden und Initiativen gemeinsam handeln. Besonders überzeugte, dass daraus neue Kooperationen und konkrete Folgeinitiativen für Kirche und Stadtgesellschaft entstanden sind.

Den Publikumspreis gewann das Stift Cappel – Berufskolleg in Lippstadt. Die jungen Menschen begeisterten mit ihrem Einsatz für Nachhaltigkeit und machten sichtbar, wie wichtig Bildung, Beteiligung und Engagement der nächsten Generation sind.

Ein herzlicher Dank gilt der KD-Bank und der VRK Versicherer im Raum der Kirchen, die die Preisgelder von insgesamt 4.000 Euro gestiftet haben.