Theologische Perspektiven:Anders leben im Klimawandel

Die Klimakrise stellt Kirche und Gesellschaft vor epochale Herausforderungen. Was motiviert zu nachhaltigem Handeln? Welche Rolle spielen Erzählungen der Hoffnung? Die Tagung entwickelt interdisziplinäre Perspektiven, die ökologische Transformation und soziale Gerechtigkeit verbinden. Sie fragt aus ökumenischer Perspektive nach Motoren für kirchliches Engagement und eine nachhaltige Praxis und entwickelt kollektive Zukunftsvisionen.
Ökologische Fragen werden zwar zunehmend öffentlich diskutiert, doch kirchliche Strategien entfalten oft nur begrenzte Wirkung. Initiativen wie Hirtenbriefe, Fastenprojekte oder innerkirchliche Klimaschutzgesetze erreichen selten gesellschaftliche Transformation. Gleichzeitig erleben Menschen angesichts der Klimakrise eine wachsende Unsicherheit und existenzielle Sorge, die auch religiöse Praxen und theologische Reflexion beeinflusst. In der theologischen Forschung wird daher zunehmend untersucht, wie Kirche auf ökologische Herausforderungen reagieren kann, ohne soziale Fragen aus dem Blick zu verlieren. Die Verbindung zwischen Umweltethik, gesellschaftlichem Engagement und religiöser Praxis steht zunehmend im Zentrum der Debatte. Dabei zeigt sich ein wachsender Bedarf an Reflexionsräumen, in denen Motivation, Handlungsperspektiven und kollektive Zukunftsvorstellungen gemeinsam diskutiert werden können. Vor diesem Hintergrund eröffnet die geplante Tagung in Loccum die Möglichkeit, interdisziplinäre Perspektiven zu bündeln und die Rolle der Kirche in der ökologisch-sozialen Transformation zu beleuchten.