Nachhaltigkeit:Flächen-Umnutzung statt Flächenfraß? Bausteine einer ökosozialen Wohnraumpolitik

Das begrenzte Gut Fläche ist stark umkämpft: Wohnen, Industrie und Gewerbe, Landwirtschaft, Erneuerbare Energien, Verkehr und Freizeit fressen sich immer mehr in die Landschaften hinein. Klima- und Naturschutz sowie Erholung haben oft das Nachsehen.
- Wie lassen sich die unterschiedlichen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Ansprüche ausbalancieren, ohne dass immer mehr Böden versiegelt werden?
- Welche politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sind erforderlich, um den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2050 auf „netto-null“ zu reduzieren – wie es die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie vorsieht?
- Und wie kann Wohnen zugleich erschwinglich und klimaneutral werden – vor allem in urbanen Räumen?
Darüber diskutieren:
- Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Leiter des Fachgebiets Stadtplanung und Regionalentwicklung der HafenCity Universität Hamburg
- Ulrike Klar, Stadtdirektorin, Landeshauptstadt München
- Anne-Kathrin Tögel, Leiterin des Referats Stadtentwicklung und Flächenpolitik bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer
- Stefan Petzold, Senior-Referent für Siedlungsentwicklung, NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V.
Moderation:
Romeo Edel, Pfarrer i.R.
REFERENT:INNEN:
Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling ist Professor für Stadtplanung und Regionalentwicklung an der HafenCity Universität Hamburg. Er ist Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR) und Co-Vorsitzender des Beirats für Raumentwicklung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie Mitglied des Nationalkomitees für das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre (MAB)“ in Deutschland beim Bundesumweltministerium. Seine Forschungsfelder sind insbesondere Leitbilder und Strategien nachhaltiger Stadt- und Regionalentwicklung, Klimawandel und Raumentwicklung sowie Fragen raumbezogener Governance.
Ulrike Klar ist seit 2017 Stadtdirektorin bei der Landeshauptstadt München für Wohnungsbau und Stadtsanierung. Berufliche Erfahrung sammelte sie als Architektin zunächst in der freien Wirtschaft und seit 1989 in verschieden Bereichen des Referats für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München. Aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit bei der Lokalbaukommission München beschäftigte sie sich intensiv mit Baurechtsfragen. Jetzt ist der bezahlbare und nachhaltige Wohnungsbau und der soziale Frieden in München ihr zentrales Thema.
Anne-Kathrin Tögel ist seit 2022 Leiterin des Referats Stadtentwicklung und Flächenpolitik bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Berlin. Zuvor hat die Geographin das Referat Tourismuswirtschaft und Tourismuspolitik beim deutschen Industrie- und Handelskammertag geleitet. In verschiedenen Positionen und Standorten der Industrie- und Handelskammer hat sie sich mit Fragen der Standortpolitik und Wirtschaftsförderung beschäftigt.
Stefan Petzold ist seit 2019 Referent für Siedlungsentwicklung beim Naturschutzbund Deutschland in Berlin. Zugleich ist er stellvertretender Teamleiter Biodiversität. Der Landschaftsarchitekt war zuvor als Projektingenieur und Projektleiter in der Umwelt- und Freiraumplanung tätig.