Biodiversität:Kirchenland nachhaltig verpachten

Viele Tier- und Pflanzenarten auf unseren Feldern, Wiesen und Weiden sind stark bedroht, sie zu schützen ist eine wichtige Aufgabe. Aber wie kann das gelingen? Etwa elf Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen sind in der Hand von Kirchen, Kommunen und anderen
öffentlichen Trägern. Sie haben damit die Möglichkeit einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, Schöpfungsbewahrung und Ernährungssouveränität zu leisten.
Hierfür müssen allerdings neue Wege der Verpachtungspraxis eingeschlagen werden. So können in Pachtverträgen etwa Naturschutzmaßnahmen wie Blühstreifen, Lerchenfenster oder Altgrasstreifen vereinbart werden oder die Auswahl der Pächter:innen nach Gemeinwohlkriterien erfolgen. In der Veranstaltung möchten wir diese Instrumente vorstellen und Möglichkeiten der Umsetzung für Kirchengemeinden und Kommunen aufzeigen. Vorträge und Beispiele aus der Praxis werden sich abwechseln, Raum für Nachfragen und weitere Beratungsmöglichkeiten werden geboten. Als konkretes Beispiel stellen wir etwa den neuen Musterpachtvertrag sowie die
Verpachtungspraxis der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) vor. Diese Fälle sind exemplarisch und lassen sich auch auf Kommunen und Städte übertragen.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Aktive in Kirchengemeinden, Kirchengemeinderäten, an Pfarrer:innen, Angestellte in Liegenschaftsabteilungen und Verwaltung der Kirche und von Kommunen, Bürgermeister:innen und Gemeinderät:innen.